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Quinoa-Bratlinge mit Salbitxada-Sauce

Quinoa-Bratlinge

Heute wurde, passend zur persönlichen, jährlichen, 6-wöchigen Fastenzeit (kein Alkohol, keine Süßigkeiten, kein Fleisch), ein vegetarisches Gericht nach Yotam Ottolenghi zubereitet. Bisher habe ich vegetarische Bratlinge immer aus Grünkern zubereitet, Quinoa ist also meine Premiere. Die unaussprechliche Sauce kannte ich nicht. Eine Internetrecherche ergab, das sie auch als scharfe „Katalanische Sauce“ bekannt ist, die traditionell zu einem Lauchzwiebel-Gericht namens Calçotada, auf gleichnamigen Volksfesten im Osten Kataloniens gegessen wird. Da Kinder mitgegessen haben, musste ich die Sauce etwas entschärfen.

Zutaten für 16 Bratlinge:
Bratlinge:
  • 250 g Quinoa
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 6 Frühlingszwiebeln
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Eier (Kl. M)
  • 120 g Hüttenkäse (körniger Frischkäse)
  • 30 g geriebener Parmesan
  • 60 g Semmelbrösel
  • 2 Tl gemahlener Kreuzkümmel
  • Sonnenblumenöl
  • Salz
  • Pfeffer
Sauce:
  • 1 große Paprika (rot)
  • 2 Chilischoten (ich habe nur eine ziemlich kleine genommen)
  • 5 Knoblauchzehen
  • 40 g Mandelblättchen
  • 4 reife Tomaten (mittelgroß)
  • 1 El Rotweinessig (ich mochte es etwas säuerlicher und habe 2 El genommen)
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 Tl mildes, geräuchertes Paprikapulver (optional)
  • 1 Tl Salz
  • ½ Tl brauner Zucker
Zubereitung:
Sauce:
  1. Den Backofen auf 220° vorheizen. Die Paprikaschote halbieren und von Samen und Trennhäuten befreien. Zusammen mit Chili und Knoblauch (ungeschält) auf ein Backblech mit Backpapier legen und im Ofen backen. Die Rundungen der Paprikahälften müssen dabei nach oben zeigen.
  2. Die Tomaten kurz mit heißem Wasser übergießen, häuten, die Samen entfernen und würfeln.
  3. Knoblauch und Chili nach 10 Minuten, Paprika nach 30 Minuten herausnehmen. Etwas abkühlen lassen. Knoblauch, Paprika und Chili schälen, Chili auch von Haut und Samen befreien. Paprika würfeln.
  4. In einer Pfanne die Mandelblättchen ohne Fett goldbraun rösten und fein mahlen. Zusammen mit dem Gemüse in ein hohes Gefäß geben. Essig, Salz, Paprikapulver dazugeben und alles mit einem Mixstab fein pürieren. Dann nach und nach das Olivenöl untermixen, bis eine sämige Sauce entstanden ist. Bei Bedarf nachwürzen.
Bratlinge:
  1. Quinoa nach Packungsangabe in Gemüsebrühe zubereiten, in einem Sieb unter fließendem, kalten Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
  2. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Streifen schneiden, Zwiebel schälen und fein würfeln.
  3. Quinoa, Zwiebeln, Eier, Hüttenkäse, Parmesan, Semmelbrösel und Kreuzkümmel in einer Schüssel vermengen und mit Salz und Pfeffer pikant abschmecken. Mit den Händen ca. 2 cm dicke Bratlinge formen. Ich musste noch mehr Semmelbrösel zur Masse geben, da sie sehr weich und schlecht formbar war.
  4. Die Bratlinge in einer beschichteten Pfanne mit etwas Sonnenblumenöl bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten pro Seite goldbraun braten. Anschließend im Backofen bei 200° weitere 8 Minuten backen und mit der Salbitxada-Sauce servieren.

Die Sauce wird lauwarm serviert, wer es heißer haben möchte, kann die Mikrowelle bemühen.
Bei uns gab es dazu Kartoffelspalten aus dem Ofen.

Die Bratlinge haben eine tolle Konsistenz, fast so wie Fleischfrikadellen und die Sauce ist echt der Geschmacksknaller, auch in der milden „Kinderversion“. Schärfefans können ja nachschärfen…

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit.

Bratapfel Muffins

Das dritte Mal war ich in der Weihnachtsbäckerei, diesmal gab es Bratapfel, getarnt als Muffin. Ich habe dieses leckere Rezept im Internet bei Maltes Kitchen gefunden und bis auf die Zugabe von etwas Rum unverändert übernommen.

Zutaten:
  • 3 Äpfel
  • 100 ml Apfelsaft
  • 80 g Rosinen
  • 100 g Mandeln, gestiftelt
  • 100 g Marzipanrohmasse
  • 120 g Zucker
  • 120 g Butter, zimmerwarm
  • 2 Eier (Kl. M)
  • 1 Tl Vanilleextrakt
  • 250 g Mehl
  • 2 Tl Backpulver
  • 1½ Tl Zimt
  • 150 ml Milch
  • 2 El Rum
  • Salz
Zubereitung:
  1. Die Marzipanrohmasse ins Gefrierfach legen. Den Apfelsaft heiß werden lassen (nicht kochen) und die Rosinen hineingeben.
  2. Die Äpfel waschen, vierteln, entkernen und in kleine Stückchen schneiden. Eine große Pfanne bei mittlerer Hitze aufsetzen, die Äpfel hineingeben, mit 20 g Zucker bestreuen und unter rühren karamellisieren lassen.
  3. ½ Tl Zimt und eine Prise Salz zu den Äpfeln geben und untermischen. 20 g Butter in die Pfanne geben, schmelzen lassen und die Mandelstifte dazu geben. Unter gelegentlichem Rühren für ca. 3 Minuten köcheln lassen, bis die Mandelstifte leicht Farbe angenommen haben. Die Rosinen abseihen und unter die Apfelmasse mengen. Den Rum in die Pfanne geben, durchschwenken und flambieren, bis der Alkohol komplett abgebrannt ist. Die Pfanne beiseitestellen.
  4. Für den Teig 100 g Butter, 100 g Zucker und den Vanilleextrakt in einer Schüssel mit dem Mixer sehr schaumig rühren. Dann die Eier einzeln dazugeben und untermixen. Die Marzipanrohmasse grob raspeln, zur Buttermasse geben und untermengen.
  5. In einer anderen Schüssel das Mehl, Backpulver, 1 Tl Zimt und eine Prise Salz mischen. Die Mehlmischung unter die Buttermasse heben. Die Milch in dünnem Strahl dazu geben und verrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.
  6. 2/3 der Apfelmasse unter den Teig heben. Das restliche Drittel wird später als Topping gebraucht.
  7. Den Backofen auf 175° vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen bestücken und den Teig in die Förmchen füllen. Sie sollte etwas mehr als ¾ gefüllt sein. Die restliche Apfelmasse auf dem Teig verteilen und leicht andrücken. Muffins für 25 Minuten auf der zweiten Schiene von unten backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Die Muffins sind supersaftig, schmecken sehr weihnachtlich und lassen sich, „eingetuppert“ eine Woche aufbewahren. Wenn sie denn so lange da sind …

Viel Spaß in der Weihnachtsbäckerei und guten Appetit.