Events

Fischfilet à la bordelaise

Hallo im neuen Jahr. So langsam bin ich mit dem „Jahresanfangsprokrastinieren“ durch und poste deshalb mal wieder was… Normalerweise stellen sich mir die Nackenhaare hoch, wenn ich an die …à la bordelaise Produkte von z. B. I**u in den Aluschalen denke. Als junger Erwachsener habe ich die Dinger geliebt, aber da habe ich auch noch Dosenravioli gegessen, manchmal sogar kalt. Bei diesem Gericht liegt die Sache vollkommen anders. Alles ist frisch und appetitlich, kein Pressfischfilet, keine Zusatzstoffe und nur Zutaten, die mir und meinen Mittessern schmecken. Ein schnelles Essen, das sehr einfach zu tollen Varianten abgewandelt werden kann (anderer Fisch, andere Kruste, andere Beilagen).

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 40 g weiche Butter
  • 2 Tomaten
  • 30 g Panko-Brösel, (japanische Semmelbrösel, ersatzweise Semmelbrösel)
  • 1 Päckchen TK-Kräuter „Italienische Art“
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Olivenöl
  • 2 Kabeljaufilets, (à 200 g)
  • ½ Zitrone
Zubereitung:
  1. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden, die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und in Scheiben schneiden.
  2. Eine Auflaufform mit etwas Olivenöl auspinseln, die Zwiebelwürfel auf dem Boden der Form verteilen und die Tomatenscheiben darauf geben. Tomaten salzen und pfeffern.
  3. Panko, Butter und Kräuter mit etwas Salz und Pfeffer gründlich vermischen.
  4. Den Fisch waschen, trocken tupfen und von allen Seiten mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen. In die Auflaufform auf die Tomaten legen, die Kräuter-Brösel-Masse obenauf geben und gut andrücken.
  5. Im vorgeheizten Backofen bei 200° Ober-/Unterhitze auf der mittleren Schiene ca. 17-20 Minuten garen. Dann bei 250° mit der Grillfunktion so lange überbacken, bis die Kräuter-Brösel-Masse eine schöne Farbe bekommen hat.
  6. Auf vorgeheizten Tellern servieren.

Dazu gab es Blattspinat mit Feta und frisches Baguette.

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit.

Weihnachtsburger

Passend zur Vorweihnachtszeit habe ich Weihnachtsburger gemacht. Optisch waren sie echt ein Hingucker, besonders fielen die roten Buns auf. Aber auch geschmacklich waren sie eine Wucht und erinnerten durch Apfel-, Zimt- und Rotkohlaromen wirklich an Weihnachten.

Zutaten für 4 Portionen:

Buns (der Teig reicht für 8 Buns, einfach 4 Stück nach dem Backen einfrieren):

  • 500 g Mehl
  • ½ Würfel Hefe
  • 40 g Akazienhonig
  • 200 – 250 ml Rote Bete Saft
  • 3 Eier
  • 1 TL Salz
  • 70 g weiche Butter
  • 1 EL Wasser
  • Schwarzkümmel oder Sesam

pro Burger:

  • 1 TL Dijonsenf
  • 1 TL Wild-Preiselbeeren (aus dem Glas)
  • 1 EL geraspelte Karotte, in etwas Öl gedünstet und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt
  • 1 Burgerpatty (z.B. von Block House „Black Angus“, 160 g)
  • 1 Scheibe Räucherkäse
  • 1 EL Apfelrotkohl (bei mir aufgewärmt aus dem Glas)
  • 3 Scheiben Bacon, knusprig gebraten
  • 1 Apfelscheibe, rotschalig, kurz in etwas Öl angebraten
  • 1 Prise Zimt
Zubereitung:
  1. Am Vorabend das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe hineinbröckeln, Honig dazugeben und die Mulde mit 200 ml Rote Bete Saft auffüllen. So lange abgedeckt stehen lassen, bis sich die Hefe aufgelöst hat und anfängt zu arbeiten.
  2. 2 Eier, Butter und Salz dazugeben und mit einem Mixer zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Rote Bete Saft oder Mehl dazugeben, bis sich der Teig leicht von der Schüssel löst und sich gut verarbeiten lässt.
  3. Den Teig abdecken und über Nacht im Kühlschrank bis zur Verwendung gehen lassen.
  4. Am nächsten Tag den Teig nochmals gründlich kneten, in 8 Portionen teilen und auf der bemehlten Arbeitsfläche zu runden Buns formen. Die Buns auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche setzen, mit einem Tuch abdecken und für weitere 30 – 45 Minuten gehen lassen.
  5. Das restliche Ei mit 1 EL Wasser verquirlen und die Buns damit einpinseln. Mit etwas Schwarzkümmel oder Sesam bestreuen.
  6. Nacheinander im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene bei 200° ca. 20 Minuten backen, bis die Buns fertig sind. Auf einem Kuchenrost vollkommen auskühlen lassen.
  7. Jetzt folgt die „Montage“ des Burgers. Dazu werden die Buns halbiert und mit der Schnittfläche nach unten in einer heißen Pfanne ohne Öl etwas angebrutzelt.
  8. Die Patties werden nach Wunsch medium oder well done gebraten, während der letzten 1½ Minuten wird der Käse draufgelegt und die Pfanne mit dem Deckel verschlossen, damit der Käse schmelzen kann.
  9. Auf jede Bun-Unterhälfte wird 1 TL Senf und 1 TL Preiselbeeren verteilt, dann folgt ein EL Karottenraspeln. Darauf wird das Patty mit dem geschmolzenen Käse gesetzt. Es folgen 1 EL Rotkohl und der Bacon. Obenauf wird die Apfelscheibe gesetzt und mit etwas Zimt bestäubt. Zum Schluss wird die Bun-Oberhälfte angelegt.

Am besten isst man den Burger mit Messer und Gabel, alles andere ergibt eine große Schweinerei, es sei denn, man kann seinen Kiefer wie eine Schlange aushängen. Oder man nimmt die Schweinerei in Kauf, weil etwas Spaß macht es ja schon, einen Burger nur mit den Händen und den Beißerchen zu „bezwingen“.

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit.

P.S.: Die Buns haben KEINEN ausgeprägten Rote Bete Geschmack und Schwarzkümmel hat geschmacklich NICHTS mit normalem Kümmel zu tun…