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Banner Blog-Event CCXXIV - Herbstgenüsse (Einsendeschluss 15. November 2025)
#synchronbacken November 2025
Blogger Aktion "Koch mein Rezept" von @volkermampft
Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft

Erbsensuppe

erbsensuppe
Das ist der Herbst; die Blätter fliegen,
Durch nackte Zweige fährt der Wind;
Es schwankt das Schiff, die Segel schwellen –
Leb wohl, du reizend Schifferkind! —
Sie schaute mit den klaren Augen
Vom Bord des Schiffes unverwandt,
Und Grüße einer fremden Sprache
Schickte sie wieder und wieder ans Land.
Am Ufer standen wir und hielten
Den Segler mit den Augen fest –
Das ist der Herbst! wo alles Leben
Und alle Schönheit uns verlässt.

Theodor Storm

Ich finde ja nicht, dass uns im Herbst alle Schönheit verlässt, schaut euch nur mal um, alles so schön bunt hier. Und außerdem kann man nun wieder fantastische Eintöpfe und Suppen kochen, auf die man manchmal schon im Sommer Lust hatte, aber sich nicht getraut hat, sie zu kochen: Es passt doch nicht…

Zutaten für 4 Portionen:

Für die Fleischbrühe:

  • 500 g Suppenfleisch
  • 3 Stücke Rinderknochen
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 2 Möhren
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 El grobes Meersalz
  • 1 Handvoll frische Kräuter (bei mir Rosmarin, Thymian und Salbei)
  • 1 Tl schwarze Pfefferkörner
  • ½ Tl Pimentkörner
  • Rapsöl

Für die Suppe:

  • 500 g gelbe Schälerbsen
  • 1 große Möhre
  • 1 große Kartoffel
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 Stange Staudensellerie
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • 150 g geräucherter Bauchspeck
  • ½ El Butterschmalz
  • 4 Mettwürste
  • 1 El scharfer Senf
  • Weißweinessig
  • Salz • Pfeffer
Zubereitung:
  1. Für die Fleischbrühe in einem großen Topf 3 El Rapsöl erhitzen. Knochen und grob gewürfeltes Fleisch im heißen Öl von allen Seiten kräftig braun werden lassen. Das Gemüse waschen, ungeschält in grobe Stücke schneiden und ebenfalls anrösten. Salz, Kräuter und Gewürze dazugeben und mit 2 Liter Wasser auffüllen. Deckel auflegen und bei mittlerer Hitze ca. 90 Minuten köcheln lassen. Dann durch ein Sieb passieren, hierbei alles gut ausdrücken und die Brühe zurück in den Topf geben. Wer mag, kann das Suppenfleisch später klein gewürfelt als Einlage in die Suppe geben, es ist jedoch ziemlich ausgekocht. Es sollten jetzt ca. 1,5 Liter Brühe entstanden sein, wenn nicht, dann mit etwas Wasser auffüllen.
  2. Für die Suppe die Erbsen in ein Sieb geben, gründlich waschen und abtropfen lassen. Möhre, Kartoffel und Zwiebel schälen und mit dem Sellerie in kleine Würfel schneiden. Petersilie von den Stängeln zupfen und klein schneiden.
  3. Die Brühe zum Kochen bringen und die Erbsen und das gewürfelte Gemüse dazugeben. Abgedeckt für 60 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dabei öfters umrühren.
  4. Währenddessen den Speck in kleine Würfel Schneiden (ohne Schwarte), im heißen Butterschmalz knusprig werden lassen und zur Suppe geben.
  5. Nach 60 Minuten den Senf unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Die Mettwürste zur Suppe geben und weitere 10 Minuten bei geringer Hitze ziehen lassen.
  6. Zum Schluss die Petersilie unterrühren und servieren.

Tipp: Die Garzeit hängt stark von den Erbsen ab, also lieber zwischendurch öfters testen, ob die Erbsen schon weich geworden sind und die Garzeit entsprechend anpassen.

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit.

Rinderragout mit Schwarzbiersauce

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Noch mal etwas Seelenfutter für trübe Herbsttage. Normalerweise handelt es sich bei diesem Rezept um ein irisch inspiriertes mit Guinness-Bier, das ich aber, mangels Selbigem, durch Köstritzer Schwarzbier ersetzen musste. Außerdem sollte es Geschnetzeltes werden, durch die lange Garzeit zerfiel das Fleisch jedoch, so das ich es jetzt Ragout nenne. Geschmacklich vielleicht sogar ein Gewinn ;-). Das ist meine zweite Einreichung zum Blog-Event Seelenfutter von Sabine.

Zutaten für 4 Portionen:
  • 600 g Rindfleisch (Oberschale)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 180 g braune Champignons
  • 1 Tl scharfer Senf
  • ½ El Zucker
  • 1 El Tomatenmark
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Tl Thymian (getrocknet, gerebelt)
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • ½ Flasche Schwarzbier (z.B. Köstritzer)
  • 400 ml Rinderfond
  • 2 El Olivenöl
  • 1 El Butterschmalz
  • Salz • Pfeffer
  • etwas Speisestärke
Zubereitung:
  1. Das Fleisch schnetzeln, salzen, pfeffern und im Bräter portionsweise in Olivenöl kräftig anbraten.
  2. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln, zum Fleisch geben und braun werden lassen. Tomatenmark dazugeben und unter Rühren kurz anrösten. Mit dem Bier ablöschen und auf die Hälfte einkochen lassen.
  3. Senf, Thymian und Zucker einrühren, mit dem Fond auffüllen und den Bräter für 2 Stunden in den vorgeheizten Backofen (160°) stellen.
  4.  Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Im Butterschmalz anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und 5 Minuten vor Garende zum Ragout geben. Petersilie waschen, von den Stängeln zupfen und fein schneiden.
  5. Bräter aus dem Ofen nehmen, Petersilie unterrühren und Ragout mit in kaltem Wasser aufgelöster Speisestärke binden. In eine Schüssel umfüllen und servieren.

Bei uns gab es dazu Nudeln, ich kann mir aber auch Spätzle, Gnocchi oder Knödel vorstellen. Durch das Bier hatte das Ragout einen außergewöhnlich kräftigen Geschmack und durch die lange Garzeit war das Fleisch sehr zart und zerfiel auf der Zunge. Wiederholungsgefahr!

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit.